August 2007

Es lebe der Fortschritt und es lebe der Krieg!
(Oder, unsere Großväter und Urgroßväter waren vielleicht doch nicht so dumm!)

Als man dazu überging, Maschinen statt Arbeitern einzusetzen, wurde die Sorge geäußert, dass dies eine größere Arbeitslosigkeit auslösen könnte. Die Antwort: Für die Entwicklung, Erzeugung und Wartung von Maschinen würden doch auch Arbeitskräfte benötigt! Ob aber die Relation zwischen Vor- und Nachteil für die Arbeitnehmer über längere Zeit gestimmt hat?

Dann kamen die Computergesteuerten Maschinen und die Roboter. In manchen Fabrikshallen stehen nur mehr ein paar Männlein, wo früher Dutzende bis Hunderte Menschen arbeiteten. Dann kamen die Personalcomputer. Ich war damals selber in der Branche und es war ein harter Kampf gegen die Voreingenommenheit, ja sogar Angst vor diesem "Teufelszeug". Außerdem waren diese Dinger sehr teuer. Aber die Computer wurden immer billiger und billiger, die Software immer einfacher zu bedienen und heute gibt es keinen Betrieb mehr, wo nicht solche Blech- oder Plastiktrotteln herumstehen. Natürlich ebenfalls auf Kosten von Arbeitsplätzen. Und wieder das Argument: Menschen welche die Computer entwickeln, herstellen, verkaufen und das Programmieren geeigneter Software, das schafft doch viele neue Arbeitsplätze. Auf den gesamten Arbeitsmarkt bezogen stimmte die Relation wahrscheinlich aber wieder nicht! 
Bald wird es auch fast keine Kassierer/innen mehr an den Bankschaltern geben. Das erledigen doch Automaten wesentlich schneller. Etwas pessimistisch betrachtet könnte es vielleicht sogar sein, dass man in Zukunft auf Banken ganz verzichten wird können, zumindest auf einen Großteil der heute  unzähligen Filialen? Früher gab es eine aus Erfahrung resultierende Weisheit: "In guten Zeiten werden aus Kneipen und Kaffeehäusern Bankfilialen, in schlechten werden daraus wieder Gaststätten." Auch so mancher Beamtensessel wird frei, das kann man doch mit Computer und Internet zum Teil schon jetzt vom Küchentisch aus erledigen und man erspart sich sogar den Ärger mit dem vor allem in Österreich legendären Amtsschimmel! Kosteneinsparung ist das Zauberwort und die Personalkosten stehen dabei an erster Stelle! 

Aber trotzdem wird das Leben für uns immer angenehmer. Sogar das Arbeitslosengeld wird pünktlich und problemlos auf das Girokonto überwiesen und immer mehr Menschen können diesen Service in Anspruch nehmen! (Solange noch die nötige Pinke da ist.) Was ich aber für das allergrößte Problem halte, ist die Jugendarbeitslosigkeit. Sie geraten schuldlos in einen anfangs gar nicht so unangenehmen Schlendrian. Aufstehen wann man will, den Tag verbringen wie man möchte, usw. Der spätere Einstieg in einen geregelten Arbeitsprozess wird dadurch mehr als schwierig für sie und die Lösung dieses Problems sollte vor allen anderen Vorrang haben! 

Aber es gibt noch eine Hoffnung! Anfang November 2003, konnte man am Beispiel der USA feststellen dass Krieg, so wie auch schon früher, die Wirtschaft ankurbelt und das schafft erfahrungsgemäß Arbeitsplätze. Es lebe der Fortschritt und es lebe der Krieg!