Massenverblödung, oder „Des Kaisers neue Kleider."

Für diejenigen, die das Märchen von Hans Christian Anderson nicht kennen, eine Kurzform davon. Die Anderen können den ersten Absatz überspringen.

Ein mehr als eitler Kaiser, der nichts mehr liebte, als schöne Kleider, ging zwei Betrügern auf den Leim. Sie gaben sich als Weber aus, die einen ganz neuen Stoff erfunden hätten. Dieses Gewebe hätte die Eigenschaft, dass dessen Qualität und Muster nur von wirklich klugen Menschen wahrgenommen werden kann. Dadurch könne man sofort feststellen, wer von den Betrachtern klug und wer dumm sei. Natürlich war der Kaiser sofort davon begeistert und gab bei den Webern diesen Stoff in Auftrag. Diese erklärten sich auch bereit, gleich die Kleider daraus zu schneidern. Mit Freuden war der Kaiser einverstanden. Hinter dessen Rücken erzählten die beiden Gauner aber auch noch dem ganzen Hofstaat des Kaisers von den außergewöhnlichen Eigenschaften ihres Stoffes. Sie bekamen also einen Webstuhl und Nähzeug und natürlich sehr viel Geld. Die Beiden taten nun so, als würden sie weben und nähen, aber da war ja nichts! Weder Stoff, noch Gewand. Der Kaiser, der natürlich nicht als dumm gelten wollte, bewunderte das herrliche Muster des Stoffes und bei der Anprobe auch den wirklich schönen Schnitt des neuen Gewandes. Auch seine Minister, die er zu den Anproben eingeladen hatte, waren voll des Lobes, auch wenn sie überhaupt nichts sehen konnten. Weder Stoff, noch Kleidung. Man wollte doch nicht als dumm gelten! Auch das Volk, dem sich der Kaiser stolz in dieser neuen Robe zeigte, also nackt, waren natürlich aus dem gleichen Grund begeistert. Und so weiter und so fort ......... Das Weitere ist für meine Geschichte nicht mehr so wichtig.

Dieses Märchen von Hans Christian Anderson ist zwar schon ungefähr 160 Jahre alt, war aber noch nie so aktuell, wie gerade heute und dies in allen Bereichen! Sei es der Warenkonsum, die Politik, oder die Kunst und vieles Andere. Die Kunst, eigentlich nur die Malkunst, werde ich im Anschluss speziell behandeln.
Mit Hilfe von kluger Werbung ist es heute sogar noch wesentlich leichter, als zur Zeit des eitlen Kaisers, uns dümmer zu machen, als wir es ohnedies schon sind. Jeder Schmarren, jedes noch so miese Machwerk mancher „Künstler“, jedes noch so abstrakte Gedankengut (dazu zähle ich auch so manches Theaterstück) wird uns als wertvoll und sehenswert eingeredet und zur Nachahmung empfohlen!

Zuerst etwas zur Malkunst.

Ich liebe die alten Meister, aber auch vieles Moderne und auch Abstraktes. Letzteres bezeichne ich gerne als „dekorative Malkunst". Vieles gefällt mir einfach, auch wenn ich nicht weiß, was sich der Maler dabei gedacht hat. Manchmal ist es auch besser so. Mir gefiel beispielsweise ein Gemälde sehr gut, solange mir der anwesende Künstler nicht erklärt hatte, dass das grün-braune Dreieck im Vordergrund nicht einfach ein grün-braunes Dreieck sei, sondern ein Tannenbaum, der durch das oben sichtbare Ozonloch dürr geworden war. Am ehesten hätte ich das Ozonloch wegen seiner Größe und der grünlichweißen Farbe noch für den Mond gehalten. Richtig begeistern kann ich mich auch für guten phantastischen Realismus. 

Aber nicht nur das was man heute oft als Malkunst bezeichnet hat sich geändert, sondern auch die Maltechnik. Früher malte man mit Pinsel und selbst gemischten Farben, heute wird sehr oft die Farbe mittels Kübeln aufgetragen und erst auf der Leinwand vermischt, wenn überhaupt. Oder das Non Plus Ultra, man verwendet Blut statt Farbe. Welch animalischer Effekt! Was, das gefällt ihnen nicht? Sie Kunstbanause! Aber ich bin ja nicht so, ich gebe ihnen noch eine Chance, ihr Kunstverständnis zu überdenken. Wozu eigentlich Leinwand, man hängt einfach ein Schwein auf, schlitzt dessen Bauch auf, stellt ein Mädchen in das geöffnete Stück Fleisch und behandelt dann beides mit Blut! Einfach herrlich diese Ausdruckskraft! Das gefällt ihnen auch nicht? Es gefällt doch Jedem, von welchem Stern kommen sie denn? Aber angeblich gibt es in Bälde ein neues Kunstexperiment. Das Malen mit "lebenden" Farben. Eine große schon mit Blut behandelte Leinwand und eine Gruppe männlicher Kunststudenten, die ihren frischen Sperma möglichst unregelmäßig auftragen, um dem Meister noch die Möglichkeit der künstlerischen Vervollkommnung zu ermöglichen. Sie  meinen, das würde ihnen wahrscheinlich auch nicht gefallen? Sie sind ein hoffnungsloser Fall!

Spezielles zur Fernseh-Werbung

Dass das Fernsehen und die Werbespots einen nicht gerade unbeträchtlichen Anteil an der "Meinungsbildung" haben, ist wohl jedem klar und müsste hier eigentlich gar nicht erwähnt werden. Aber was ich persönlich total ablehne, das ist TV-Werbung die sich speziell nur an Kinder und Halbwüchsige richtet! Gegen Süßigkeiten, Spielzeug,  usw. ist ja nichts einzuwenden, aber wenn es um Handys, Telefongesellschaften und sogar Kredite geht, ich finde da hört sich der Werbespaß auf! 

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Zum Thema „Aktion gegen ....." 

Es gehört heute zum unerlässlich guten Ton, in Form einer gemeinsamen Aktion gegen irgend Etwas zu sein. Ich möchte hiermit nicht alle Aktionen und auch nicht manche gutgemeinten Beweggründe verdammen, aber man erreicht mitunter das ganze Gegenteil von dem was man bezweckt. Nehmen wir zum Beispiel die „Aktion gegen Rechts“. Es ist heute sehr einfach für einen Jugendlichen, etwas über seinen „Verein“ oder sich selbst im TV zu sehen oder in der Zeitung zu lesen. Der schnellste und sicherste Weg ist es, Hakenkreuze auf Häusermauern zu schmieren und/oder jüdische Grabsteine umzuwerfen! Zusätzlich kann man sich auch noch den Kopf kahl rasieren und sich im Military-Look kleiden. Je mehr man darüber schreibt, umso interessanter wird die Sache! Und wer da meint, es handelt sich hier prinzipiell um Neo-Nazis oder Söhne von Alt-Nazis, der unterliegt wahrscheinlich einem Irrtum! Es ist größtenteils nur Wichtigmache und Effekthascherei! Also was soll diese, meiner Meinung nach sinnlose, „Aktion gegen Rechts“! Wesentlich erfolgreicher wäre es wahrscheinlich, dem Sprössling rechtzeitig eins hinter die Ohren zu geben. Oh Gott, das ist ja heute strengstens verboten und würde in den Bereich Gewalt gegen Kinder fallen (Auch eine Aktion. Eine, die ich aber bis zu einem gewissen Alter befürworte). Es ist aber ein großer Unterschied, ob man dem Sohn eine Ohrfeige verpasst oder ihn halb zu Tode prügelt! Wenn ich so an meine Kindheit zurück denke, muss ich feststellen dass sich damals eigentlich alle Eltern dieses Deliktes schuldig gemacht haben. Also ich für meine Person kann zurück blickend nur sagen, dass ich meinen Eltern für jede bekommene Ohrfeige dankbar bin. Entweder weil ich sie wirklich verdient hatte oder weil ich heute als Vater Verständnis für ihre Emotionen habe! 

 

Ein etwas heikles Thema. "Aktion gegen Kinderpornografie". 

Wo bleibt der Erfolg? Nur weil man einige wenige Produzenten und Dealer erwischt hat? Das Problem liegt ganz wo anders, es liegt bei uns, bei unserer Gesellschaft und an der sogenannten sexuellen Freiheit. Wieso brauchen manche Menschen Kinderpornografie, um sich zu erregen? Weil man alles Andere schon zur Genüge kennt und es schon langweilig geworden ist! In Illustrierten, im TV, auf CD, Videos, usw. wird alles gezeigt, was man früher noch selber erkunden musste. Manche werden es vielleicht nicht glauben, aber noch vor etwas mehr als vier Jahrzehnten wurde ein Mann äußerst nervös, wenn er das unbedeckte Knie einer bekleideten Frau sah und erst ein sichtbarer Schenkel! Ich war Tischtennisspieler und unser Vereinslokal war zugleich auch eine öffentliche TT-Halle. Einmal wöchentlich spielte dort eine junge hübsche Frau. Sie trug immer eng anliegende Schoßen, die manchmal etwas höher hinauf glitten und außerdem konnte man deutlich die Konturen ihres Strumpfbandhalters sehen. Es war ein echtes Erlebnis, auf das wir immer schon gewartet hatten! Heute lacht man wahrscheinlich darüber, aber damals brauchte man noch keine Pornografie, geschweige Kinderpornografie um in Stimmung zu kommen. Falls nun wer meinen sollte, es war eine verklemmte und prüde Zeit, dem war nicht so! Wir hatten auch jede Menge "Spaß", aber es war mit Sicherheit interessanter als heute!

Etwas zum Abschluss meiner "Aktions-Gedanken".

Ich bin zu 80% dagegen, gegen das Dagegen sein,
weil es manchen Menschen nur zu dem Zweck dient, die unbequeme Eigenverantwortung auf eine Aktionsplattform abzuschieben! Andererseits, vielleicht gründe ich selber auch eine Aktion. "Die Aktion gegen die Vernachlässigung von Kindern". Noch nie seit dem 2.Weltkrieg waren unsere Kinder so lange unbeaufsichtigt, wie heute. Wen wundert es, dass sie auf dumme Gedanken kommen und die falschen Leute kennen lernen? Mich nicht!

Zurück zum Anfang, zu des Kaisers neuen Kleidern:
 
Sich einer vorgegebenen Gruppenmeinung anzuschließen, ist zwar sehr bequem, aber irgendwann bekommt man die Rechnung dafür,  keine eigene gehabt zu haben! Oder sei es auch nur, dass man plötzlich bemerkt, dass man die Achtung vor sich selber verloren hat! Falls man zu dieser Erkenntnis dann überhaupt noch fähig ist!