König der Pilze

Einleitung.
Hinter meinem Haus, es liegt an der Hauptstraße, befindet sich ein Miniwäldchen, dessen Entstehung noch meinem Vater zu verdanken ist. Er setzte einige kleine Birken, Föhren und Fichten, wobei die letzteren als Weihnachtsbäume gedacht waren. Es mag so Manchem als eigenartig erscheinen, aber mein alljährlicher Christbaum ist aus Kunststoff und die Fichten meines Vaters dürfen sich weiterhin Ihres Daseins erfreuen. Zum Teil ist es Naturliebe, zum Teil Andenken an meinen Vater. Jedenfalls liebe ich
meinen Wald und auch die Natur nimmt diesen Flecken Erde, den ihr der Mensch vor langer Zeit durch Rodung weggenommen hat, dankbar wieder an. Ich weiß zu wenig über die Kommunikationsweise von Pflanzen und Tieren, aber es hat sich herumgesprochen, dass sie bei mir willkommen sind! Ich bin stolzer Besitzer eines Waldameisen-Volkes, eine Schlange (Schlingnatter) hat sich einquartiert, Waldvögel tummeln sich bei mir, Eichkätzchen und ein Marder besuchen mich des öfteren, ein Dachs gräbt hier und dort kleine Mulden in den Boden und versuchte sogar schon verzweifelt einen alten Baumstumpf auszubuddeln! Vor einem Jahr ließen sich schüchtern auch einige Pilze bei mir blicken, die heuer (wir schreiben das Jahr 2000), fast in Massen auftreten. Obwohl man Champignons und Täublinge essen kann, bleiben sie unangetastet. Dies als "kurze" Einleitung für die nun kommende "wahre Begebenheit"!

Ich besuche täglich meine Pilze, freue mich über ihr Gedeihen, entferne da und dort einen Ast, der sie am Emporkommen hindert und halte ihr Wachsen mit der Kamera fest. So auch heute wieder. Da höre ich eine leise Stimme. Hell, aber trotzdem eigenartig heiser: "Hallo, Du da." Ich sehe mich um, aber niemand ist zu sehen. Und wieder: "Hallo Du da." Nun habe ich aber die Richtung wahrgenommen aus der die Stimme kam und war mehr, als überrascht! Da sprach mich doch wahrhaftig ein Pilz an! "Hallo Du da, ich möchte mich bei Dir bedanken, dass Du mich und mein Volk nicht abpflückst, sondern uns nur besuchen und anschauen kommst. Nur das Blitzen, das da aus dem komischen Ding kommt, hat uns anfangs erschreckt. Aber es tut nicht weh und wir haben uns schon daran gewöhnt. Also nochmals vielen Dank dafür, dass wir bei Dir in Ruhe gelassen werden. Ich dachte, ich muss Dir das einmal sagen."
Ich wollte mich noch ein wenig mit ihm unterhalten, aber er schloss seine Augen und gab keine Antwort mehr. Unten seht Ihr das Foto, das ich von ihm während des etwas einseitig verlaufenden Interviews gemacht hatte.


Nachfolgend das Original, das ich nur ein ganz klein wenig manipuliert habe!

 
ZURÜCK ZUR POESIE-SEITE

WEITERE FOTOSEITEN
[Lieblings-Fotos
1] [LF 2] [LF 3] [LF 4] [LF 5] [LF 6] [LF 7] [LF 8] [LF 9] [LF 10] [LF 11] [LF 12] [LF 13]
[Umgebung 1] [Umgebung 2] [Umgebung 3] [Wolken 1] [Wolken 2] [Wald&Wiese 1] [Wald&Wiese 2]
[Eisträume] [Molztal 1] [Molztal 2] [Haus] [Gartentiere] [Pilzkönig] [Baumwunder]

NAHAUFNAHMEN

[Pflanzen1] [Pflanzen2] [Tiere1] [Tiere2] [Tiere3] [Technik] [Gemischt]